
Vorwort des Bibliotheksrates
Die neueren Bestände (nach 1925) waren bis weit in die wirre
Nachkriegszeit in Truhen und Kartons an wechselnden Standorten, darunter sogar
Kneipenkellern, abgestellt. Unter Präses von Herford gelangten sie in das
Magazin des Germanischen Nationalmuseums, wo sie bis heute auf ihre
wissenschaftliche Katalogisierung warten mussten. Der letzte Katalog datiert
von 1920, ordnet die Autoren alphabetisch und weist als höchste Signatur die
Nummer 2420 auf. Weil davon nicht mehr alles erreichbar ist, etwaige Funde im
Anschluss der Altbestände zu zählen wären und der Eindruck eines Kontinuums zu
vermeiden ist, wurde
sicherheitshalber mit der Signaturnummer 3000 fortgefahren. Der historischen
Wahrheit zuliebe finden sich darunter auch Druckerzeugnisse, die dem Nationalsozialismus nahestehen
und die heute niemand in seinen Bücherschrank stellen würde. Der Blumenorden
bietet nun alle weiteren Exemplare mit den Signaturen 3000 bis 4009 an.
Noch komfortabler kann im GNM auch mit weniger geläufigen
Suchbegriffen geforscht werden, etwa über den Illustrator, oder anhand einer
Widmung des Autors, oder mit Schlagworten.
Versuchen Sie es; Sie werden finden!
4. März 2009 Günter Körner